Christa Markwalder

Die Netze sind längst ausgelegt

Wenn Christa Markwalder heute vor der Aussenpolitischen Kommission und dem Büro des Nationalrats antraben muss, um über ihren Vorstoss für eine angebliche kasachische Oppositionspartei Auskunft zu geben, so werden in diesen beiden Gremien nicht wenige Parlamentsmitglieder sitzen, die ebenfalls mit Lobbyfirmen verstrickt sind. Denn diese haben ihre Netze längst ausgelegt.

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Reputationsmanagement in der Wandelhalle

Wäre da nicht die «Affäre Markwalder» gewesen, es gäbe nicht viel zu vermelden über Zu- und Abgänge bei den Gästen der Parlamentarier. Nun aber ist von Panikreaktionen zu berichten.

Marie-Louise Baumann, Daniel Heller, Thierry Burkart, Dominique Reber: Auf der neusten Liste der Zutrittsberechtigten von National- und Ständeräten sind gleich vier Gäste nicht mehr zu finden. Die Gründe sind unterschiedlich, liegen aber alle in der «Affäre Markwalder».

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Mächtig ins Zeug gelegt

Nationalrätin Christa Markwalder hat sich vor den Karren einer dubiosen kasachischen Partei spannen lassen — und viele ihrer Ratskollegen verteidigen sie. Das ist kein Zufall.

Es braucht einiges, dass die «NZZ» FDP-Politiker öffentlich demontiert. In den vergangenen Monaten ist dies jedoch gleich zweimal vorgekommen. Da war zum einen der Genfer Nationalrat Christian Lüscher, der sich vorwerfen lassen musste, für die kasachische Regierung zu arbeiten und deren Interessen in der aussenpolitischen Kommission zumindest nicht zu torpedieren.

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